01.07.2020
Gemeinderat sucht neues Zuhause

Belegung der Turnhalle für Sitzungen sorgt für Unmut bei Bürgern

 

Von Stefanie Platzek LZ vom 1. Juli 2020

 

Bruckberg. Der Boden mit schützendem Belag ausgelegt, Bierbänke und -tische in langen Reihen: Seitdem der neue Gemeinderat seine Arbeit aufgenommen hat, tagt er aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr im Sitzungssaal, sondern in der Schulturnhalle. Damit ist diese aber nicht mehr für alle anderen Angebote nutzbar.

Ein Problem, dessen sich auch Rudolf Radlmeier bewusst ist. "Ich möchte das nicht über Gebühr beanspruchen", so der Bürgermeister in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Allein: Es fehlt ein Ausweichort. Weil der Sitzungssaal in der momentanen Situation zu klein ist und deshalb der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist der Gemeinderat auf die Turnhalle nebenan ausgewichen. Zwar könnte der Sitzungssaal wohl genutzt werden, allerdings müssten die Gemeinderäte dann einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Was zumindest die Redebeiträge deutlich beeinträchtigen würde.

In der Gemeinderatssitzung wurden deshalb kurz Alternativen angesprochen. So hatte die letzte Sitzung der vorhergehenden Amtsperiode im Schulungssaal des Feuerwehrgerätehauses stattgefunden. Allerdings gibt es dort kaum Plätze für Zuschauer. Bei oft mehr als einem Dutzend Besucher in den Sitzungen nahezu ein Ausschlusskriterium. Hinzu kommt noch eine interne Anweisung der Feuerwehr, die Räume aufgrund des Infektionsschutzes frei von Besucherverkehr zu halten. Auch ein Gasthof wurde ins Spiel gebracht, allerdings wurde die schlechte Akustik dort bemängelt.

Man stehe hier vor einem Interessenkonflikt, sagte Bürgermeister Radlmeier. Er versicherte aber, dass sich die Gemeinde um eine Lösung bemühen werde.