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Leserbrief von J.Fleischmann

Leserbrief von Josef Fleischmann

  Die Einsicht kommt leider zu spät

Anmerkungen zum LZ Artikel „A 92: Politiker fordern besseren Lärmschutz“ in der Ausgabe v. Samstag 6. Mai 2017

Eigentlich ist es eine gute Sache, wenn sich der Bürgermeister der Gemeinde Bruckberg Willi Hutzenthaler für einen besseren Lärmschutz an der A 92 stark macht. Diese Maßnahme könnte aber bereits seit ca. 25 Jahren erledigt sein, hätte nicht der gleiche Bürgermeister zusammen mit einer Handvoll Gleichgesinnter dies verhindert.

Anfang der 90iger Jahre beabsichtigte die Autobahndirektion im Gemeindegebiet Bruckberg (nähe Kläranlage) eine Rastanlage und zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen für die besonders betroffenen Autobahnanlieger im Ortsteil Bruckbergerau zu errichten. Dies alle hätte die Gemeinde kostenlos erhalten und es wären zusätzlich ca. 40 Arbeitsplätze geschaffen worden.

Leider wurde aus diesen Projekten nichts, da die oben erwähnte Personengruppe durch unhaltbare Prophezeiungen für den Fall der Verwirklichung, wie Mehrung der Kriminalität (Diebstahl, Vergewaltigung etc.) die Gemeindebürger massivst beeinflusste und der damalige Gemeinderat diese Projekte deshalb mehrheitlich ablehnte. Es ging sogar soweit, dass damalige Gemeinderäte, welche für das Projekt gestimmt hatten, von Zuhörern beleidigt und sogar nur unter Polizeischutz die Gemeinderatssitzung verlassen konnten.

Unter diesen Vorzeichen ist es für mich erstaunlich, dass sich der Bürgermeister von Bruckberg nun doch dieses Problems annimmt. Ich bezweifle aber, dass Landtags- oder Bundestagsabgeordnete dieses lösen können, da für Lärmschutzmaßnahmen an Autobahnen einzig das Bundesverkehrsministerium bzw. dessen untergeordnete Behörden, nämlich die Autobahndirektionen, zuständig sind.

Es regiert zwar in Berlin ein Bundesverkehrsminister der CSU, dieser ist aber seit Jahren mit der „unendlichen Geschichte Pkw – Maut“ beschäftigt und wird sich deshalb kaum um die Lärmprobleme der Gemeinde Bruckberg kümmern.

Eine Geschwindigkeitsbeschränkung während der Nachtzeit, wie sie MdL Radlmeier vorschlägt, wäre schnell und kostengünstig umzusetzen. Diese Maßnahme wird aber meiner Ansicht nach keine gravierenden Verbesserungen bringen, da sich notorische Raser sowieso nicht an Geschwindigkeitsbeschränkungen (noch dazu nachts) halten und die Geschwindigkeitskontrollen werden aus kaufmännischen Gesichtspunkten wahrscheinlich nur sehr selten von den Behörden durchgeführt werden.

Den Lärm geschädigten Bürgern der Gemeinde Bruckberg bleibt deshalb nur die Hoffnung, dass sich nach der Sanierung der Autobahn ab dem Jahr 2023 durch den Einbau der neuen Asphaltdecke eine kleine Verbesserung der Lärmsituation ergibt. Für größere Maßnahmen ist der Lärmpegel, laut Autobahndirektion Südbayern, noch zu niedrig.

Dabei werden auch die gut gemeinten Auftritte und Aussagen unserer Regierungsvertreter nichts ändern; aber es stehen ja Wahlen vor der Tür!

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